3022 km. This ist the end, my friend.

There are no translations available.

Wieder eine Premiere: Zum ersten Mal geht mir der „Elektro-Sprit“ aus und das kam so: Ich war am Wochenende in den Bergen und hatte den Wagen über Nacht an der Steckdose. Als ich mich am Montag wieder Richtung München auf den Weg machte, habe ich keinen Blick auf die Batterieanzeige geworfen. Einfach losgebrettert und dann auf der Landstraße gemerkt, dass ich nur noch 48km weit komme. Sch...  Ich hatte Hoffnung, dass ich wenigstens bis zu unserer Schule an den Starnberger See komme, um den Elternabend pünktlich zu erreichen und währenddessen Strom zu laden. Aber Pustekuchen! Obwohl ich mit 80 km/h über die Landstrasse krieche und auf der Autobahn bei 120 ständig die Batterie im Blick habe, reicht es nicht. Bei 2 km Restanzeige fahre ich in Sindelsdorf ab und suche eine Steckdose. Bei einem Fliesenleger werde ich fündig. Ich bitte ihn, ob ich für zwei Stunden bei ihm Strom zapfen darf. Er ist verdattert, läss mich aber gewähren.

Ich lasse mich von einer Freundin zum Elternabend abholen und als ich zurückkehre ist mein Tesla schon ausgestöpselt. Offensichtlich hat der Fliesenleger heute früher Feierabend gemacht. Ich steige in den Wagen, dreh den Zündschlüssel und starre hoffnungsvoll auf die Batterieanzeige: 28km. Mal sehen, wie weit mich das bringt.

Es bringt mich genau bis zur nächsten großen Autobahntankstelle. Weit und breit keine Steckdose in Sicht. Ich gehe ins Rasthaus, wo ich der einzige Kunde bin. Die fassungslose Dame an der Wurst-Theke steckt kurzentschlossen eine ihrer Kühltruhen aus und bietet mir diese Steckdose an. Ich fahre den Wagen auf den Bürgersteig direkt vor der Rasthaustür und komme mit dem Verlängerungskabel gerade so hin. Während ich eine grausame Currywurst verdrücke, lädt der Tesla sanft brummend.

Bei 16km Batteriestand wage ich mich wieder auf den Weg. Diesmal komme ich fast nach Hause. 3 km vor unserem Haus mache ich noch einen kleinen "Tankstopp" an der örtlichen Agip-Tankstelle. Nur noch einmal 15 min nachladen, damit ich nicht irgendwo liegen bleibe. Der Tankwart amüsiert sich wie Bolle. Langsam wird es mühsam. Das nächste mal achte ich darauf, dass der Wagen auch lädt, wenn er angeschlossen ist.

Add your comment

Your name:
Your email:
Your website:
Subject:
Comment: